Bericht: Bericht zur Hauptversammlung der Gesamtwehr
Mit den Worten „Gebäude löschen keine Brände. Fahrzeuge retten keine Menschen. Es sind immer Menschen, die im entscheidenden Moment Verantwortung übernehmen. Und genau dafür steht unsere Freiwillige Feuerwehr“, stellte Oberbürgermeister Klaus Holaschke die Wehrfrauen und Wehrmänner in den Mittelpunkt seiner Dankesworte.
Kommandant Thomas Blösch eröffnete in der Burgberghalle Richen die Hauptversammlung der Feuerwehr Eppingen für das Jahr 2025 und zeigte sich sehr erfreut, dass 266 Ehrenamtliche zur Versammlung gekommen sind, darunter sehr viele Gemeinderätinnen, Gemeinderäte und alle 6 Ortsvorsteher der Eppinger Stadtteile. Damit war der Ton gesetzt: man steht zu der Eppinger Feuerwehr und weiß um den Schutz der Eppinger Bevölkerung in allen Einsatzszenarien und Lebenslagen. Dies wurde deutlich im Rückblick 2025 und Ausschau 2026 des Kommandanten:
die Durchführung der großen Bevölkerungsschutzübung in Eppingen, der Umbau des Feuerwehr - Einsatzleitwagen mit Vorhaltung von Starlink und mobilem WLAN Hot Spot zur Bewältigung der verschiedensten Einsatzlagen und beteiligter Institutionen, Anschaffungen von Feuerwehrgerätschaften wie Digitalfunkgeräte, Bildung einer Drohnengruppe mit einer Profi-Drohne mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer, Schwerlastkorbtrage für die Drehleiter zur Rettung von Menschen aus Gebäuden und Ersatzbeschaffungen im Portfolio.
Oberbürgermeister Klaus Holaschke unterstrich hierzu die Bereitschaft des Gemeinderates und der Verwaltung, der Feuerwehr immer die notwendigen Finanzmittel und Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Dies ermöglichte auch die von Kommandant Thomas Blösch ebenfalls erläuterte in Betrieb Stellung des neuen Fahrzeuges „Gerätewagen Transport – Hygiene“ zum Schutz der Gesundheit der Einsatzkräfte, die erfolgten Modernisierungen am Feuerwehrhaus in Elsenz und der umfassenden Renovierung im Feuerwehrhaus in Richen mit zusätzlicher Bereitstellung neuer Gemeinschafts- und Sozialräume. Der nächste Feuerwehrtermin die offizielle Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeug LF 10 an die Abteilung Mühlbach am 18. April 2026.
Im folgenden Tätigkeitsbericht stellte der stellvertretende Kommandant Oliver Kohler das sehr umfangreiche und vielfältige Berichtsjahr der ehrenamtlichen Wehr dar. Mit den 366 Einsätzen hatte die Wehr wieder durchschnittlich jeden Tag im Jahreslauf einen Einsatz zu fahren. Im 5-Jahresschnitt sind damit jährlich 321 Einsätze zu bewältigen. Hatte zwar die Abteilung Eppingen mit 279 Einsätzen des Jahres 2025 am meisten zu tun, zeigen doch auch die Einsatzzahlen der Abteilungen mit z.B. Mühlbach 27 x, Richen 17 x und Elsenz 15 x die stete Einsatzbereitschaft und Forderung in allen Stadtteilen. Schwerpunkt der Einsätze waren unter anderem 245 Technischen Hilfeleistungen, 52 Brände und 18 Überlandhilfen im Landkreis Heilbronn und Landkreis Karlsruhe.
Sehr erfreulich ist weiterhin die personelle Aufstellung der Gesamtwehr Eppingen, welche im Jahr 2025 auf 608 Wehrmänner und Wehrfrauen in den Reihen der Ehrenamtlichen nochmals erhöht werden konnte. Diese gliedern sich in 358 Aktive, 104 Jugendwehrmitglieder, 33 Kinderfeuerwehr, 73 Mann in der Altersmannschaft und 40 Mitglieder der Feuerwehrkapelle Mühlbach.
Der Stadtjugendfeuerwehrwart Timo Brüstle konnte im Namen der insgesamt 30 Betreuer in der Jugendarbeit ein großes Engagement attestieren. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr konnten bei 135 Veranstaltungen mit der Jugend das Feuerwehrleben einfach gezeigt und gemeinsam geübt werden. Die Jugendausbilder und pädagogische Fachkräfte arbeiten intensiv – in Theorie wie Praxis - mit den Kindern.
Für die Altersmannschaften der Eppinger Wehren gab Kamerad Gerd Hockenberger als Obmann der Altersmannschaften einen Rückblick. So folgten die Alterskameraden erneut der jährlichen Einladung des Kreisfeuerwehrverbandes zum gemeinsamen Ausflug nach Schwetzingen mit Parkführung und gesellschaftlichem Miteinander. Der Abschluss konnte im Dorfgemeinschaftshaus Adelshofen stattfinden. Für dieses Jahr kündigte Gerd Hockenberger das nächste Treffen für den 5.11. in der Mehrzweckhalle in Elsenz an. Die Stadt lädt hierbei zu Kaffee und Kuchen sowie anschließendem Vesper ein.
Den Jahresbericht der Feuerwehrkapelle Mühlbach gab Bernd Kappel. Es wurde hierbei wieder ersichtlich, dass die Kapelle neben den offiziellen Feuerwehrauftritten auch zahlreiche weitere musikalische Auftritte im städtisches Jahresverlauf hat. Hierbei umrahmt die Kapelle nicht nur die Mühlbacher Traditionstermine wie z.B. das Kuckucksholen oder Brunnenfest, sondern auch Auftritte bei befreundeten Musikvereinen.
Den korrekten Kassenbericht der Gesamtwehr stellte Rechnungsführer Willi Aberle der Versammlung vor. Nach Bestätigung durch Kassenprüfer Tobias Frey wurde das Gesamtkommando durch die Versammlung entlastet.
Nun gehörte die Bühne den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern bei den anstehenden Beförderungen und Feuerwehrehrungen. Im nächsten Stadtanzeiger werden die nach den Richtlinien des Landesfeuerwehrverband BW durchgeführten Beförderungen und Ehrungen mit Bild vorgestellt. Neben den Beförderungen und Ehrungen, übernahm Stadtkommandant Thomas Blösch mit Oberbürgermeister Klaus Holaschke die gute Tradition mit der Verpflichtung durch Handschlag. Insgesamt 8 Einsatzkräfte wurden so förmlich für den Einsatzdienst verpflichtet.
Folgend richtetet sich Frank Pitz, Kreisverbandsvorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn, an die Versammlung. Gemeinsam mit der Feuerwehrkapelle überreichte er die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn für das langjährige und außerordentliche Engagement im Feuerwehrbereich an den Dirigenten der Feuerwehrkapelle, Helmut Seefried.
Der Berufsmusiker ist seit dem Frühjahr 1992 Dirigent der Feuerwehrkapelle Mühlbach. Mit seinem musikalischen Können stärkte Helmut Seefried von Beginn an die Tradition der Feuerwehrkapelle, wo neben Mühlbach nur noch die Gemeinden Kirchardt und Ilsfeld im Landkreis solch einen musikalischen Zug haben. Mit großem musikalischem Sachverstand, viel Geduld und echter Leidenschaft wurde er zur Identifikationsfigur für die Kapelle und ganzheitlich zur prägenden musikalischen Persönlichkeit der Feuerwehrkapelle in Mühlbach und der Gesamtstadt. Unter großem Applaus der Versammlung und musikalischer Umrahmung „seiner“ Feuerwehrkapelle nahm Helmut Seefried diese Ehrung sichtlich gerührt entgegen.
In den nachfolgenden Grußworten stellte Kamerad Frank Pitz die Verbandsarbeit vor: Vorbereitung auf großflächige Einsatzlagen und Ausfall kritischer Infrastruktur, Wiederaufbau des Bevölkerungsschutzes, Gewinnung von Ehrenamtlichen sowie die Zusammenarbeit von Feuerwehren - und dies alles bei einer sehr angespannten Finanzlage in den Kommunen im Lande. Für die Feuerwehr Eppingen fand der Kreisverbandsvorsitzende sehr lobende Worte. In seinem positiven Meinungsbild schloss er den Gemeinderat und die Verwaltung mit ein.
Oberbürgermeister Klaus Holaschke nahm in seinen Grußworten zum Abschluss der Jahreshauptversammlung den Bevölkerungsschutz in Eppingen nochmals auf und dankte der Gesamtwehr gemeinsam mit dem Gemeinderat, Ortschaftsräten, Externen und den vielen ehrenamtlichen Bürger*innen für diese Großübung. Das aufgelegte Notfalltreffpunktekonzept in den Hallen hat funktioniert, zeigte das Ausmaß und auch Verbesserungspunkte, welche angegangen werden sollten. „Wenn die Feuerwehr leistungsfähig arbeiten soll, braucht sie neben den engagierten Menschen auch eine zeitgemäße Infrastruktur“, so OB Holaschke weiter. Deshalb habe die Stadt Eppingen in den vergangenen Jahren konsequent in die Feuerwehrstandorte investiert. Nach den Gerätehäusern in Rohrbach, Kleingartach und Adelshofen konnte am 4. März das umgebaute Gerätehaus in Richen übergeben werden. „Damit verbessern wir kontinuierlich die Arbeitsbedingungen unserer Einsatzkräfte und schaffen einen modernen Rahmen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Kameradschaft“, betonte OB Holaschke. Als nächstes stehe die Kernstadt im Mittelpunkt der Planungen: eine moderne Feuerwehrwache für eine Große Kreisstadt müsse heute deutlich mehr leisten als ein klassisches Fahrzeugdepot. So sei der notwendige Neubau eines Feuerwehrhauses nichts anderes als die Umsetzung und Bereitstellung der notwendigen kritischen Infrastruktur im Rahmen des Bevölkerungsschutzes.
Kommandant Thomas Blösch schloss folgend die Hauptversammlung mit dem Dank des Kommandos bei den Wehrfrauen und Wehrmänner, bei OB Klaus Holaschke und beim Gemeinderat der Stadt Eppingen: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Zum Abschluss wurde das Feuerwehr-Lied angestimmt.